Historie des Teilegroßhandels in Deutschland
1966
In der BRD existieren ca. 96 so genannte Großhändler, die das Vertriebsnetz für Ersatzteile bilden. Dabei beschränkt sich das Geschäft auf das Fabrikat Volkswagen. Die Großhändler sind zwischen dem Werk und den ca. 3.500 angeschlossene Einzelhändlern (Partnern) angesiedelt. Sie übernehmen die unterschiedlichsten Distributionsaufgaben und versorgen vor allem die reinen Werkstätten mit Ersatzteilen und die übrigen Volkswagen Partner auch mit Neuwagen.
1968
Bau des Zentralteilelagers in Ratingen, durch die Gottfried Schulz GmbH & Co. KG.
1971
1972
Es werden sieben Audi Standard-Vertriebszentren, in der gleichen u-förmigen Bauweise, durch AUDI NSU gebaut. Die Standorte sind Dieburg, Bremen, Euskirchen, Wedemark, Unna, Weil der Stadt und Ingolstadt.
1973-1976
In diesem Zeitraum erfolgt die Zusammenlegung von VW und AUDI, was zu einer Gebietsveränderung führt.
Auf Anregung der Volkswagen AG wurde die Vertriebsstruktur folglich neu geordnet. Die entstehenden Gesellschaften nennen sich VW Audi Vertriebszentren. Gesellschafter sind die ehemaligen Großhändler, die sich jeweils 74 % des Gesellschaftskapitals teilen, sowie die Volkswagen AG mit 26 %.
Als operative Gründe für die Reduzierung von 96 auf 22 größere Standorte, muss man im Teilebereich die ständig wachsende Zahl der Fahrzeugmodelle und die damit wachsende Zahl der Ersatzteilpositionen sehen. Diese erfordern immer größere Lagerflächen und Investitionen.
1976
22 Kooperationen gehen an den Start, um die Versorgungs- und Betreuungsaufgaben für Teile, Fahrzeuge und Dienstleistungen zu übernehmen.
Die Standorte der Volkswagen Großhändler und die Audi NSU Vertriebszentren werden entweder zu einem VW Audi Vertriebszentrum „umgewandelt“ oder aufgelöst.
Die neue Struktur umfasst jetzt 22 VW Audi Vertriebszentren an folgenden Standorten:
Kiel, Bremen, Hamburg, Hannover, Braunschweig, Münster, Lage, Kassel, Koblenz, Köln, Düsseldorf, Unna, Kaiserslautern, Stuttgart, Freiburg, Weil der Stadt, München, Frankfurt, Würzburg, Ingolstadt, Nürnberg und Berlin
Die Teileversorgung wird von 2-tägiger Belieferung auf 24 Std.- Belieferung für alle Volkswagen- und Audi Partner umgestellt. Eine Ausnahme stellt das VZ Berlin dar: Hier werden die Teile bis 1991 von den Servicepartnern selbst abgeholt.
1978
Das reine Audi Vertriebszentrum in Koblenz wird geschlossen.
1979
Am 1. April fusionieren das VW Audi Vertriebszentrum Weil der Stadt GmbH & Co. KG, das VW Audi Vertriebszentrum Südbaden GmbH & Co. KG in Freiburg und das VW Audi Vertriebszentrum Nord-Württemberg GmbH & Co. KG.
Weil der Stadt und Freiburg werden geschlossen und das V.A.G Vertriebzentrum Süd-West GmbH & Co. KG in Ludwigsburg übernimmt die gesamten Aufgaben.
1980
- Aus dem Vertriebszentrum Münster / Emsdetten wurde das V.A.G Vertriebszentrum Nord-West und übernahm im Zuge der Umstrukturierung das Vertriebszentrum Ostwestfalen-Lippe, Standort Lage.
V.A.G. Vertriebzentrum Rhein Main GmbH & Co. KG in Dieburg übernimmt die Aufgaben der V.A.G. Vertriebszentren Saar Pfalz in Kaiserslautern und Frankfurt.
Neubau des Standorts Vertriebszentrum Nord.
1982
1984
Im Juni 1984 erfolgt der Zusammenschluss der V.A.G Vertriebszentren Main-Fulda, in Würzburg mit dem V.A.G. Vertriebszentrum Nordbayern, in Nürnberg zum VW Audi Vertriebszentrum Franken in Würzburg.
1986
VW Audi Vertriebszentrum Ingolstadt wird mit dem VW Audi Vertriebzentrum Südbayern GmbH & Co. KG in München zusammengelegt. Das Vertriebszentrum Ingolstadt wird aufgelöst.
1995
VZ Nord übernimmt die Versorgung und Betreuung der Partner des VZ Weser Ems in Bremen. Der Standort Bremen wird aufgelöst.
1996
Das VW Audi Vertriebszentrum Düsseldorf / Ratingen fusioniert mit dem VW Audi Vertriebzentrum West GmbH & Co. KG in Köln.
1997
Zum 01. Januar fusionieren das VW Audi Vertriebzentrum Süd-West GmbH & Co. KG in Ludwigsburg und das VW Audi Vertriebzentrum Franken GmbH & Co. KG in Würzburg. Umfirmierung in VW Audi Vertriebzentrum Südwest/Franken GmbH & Co. KG. Beide Standorte bleiben unter einheitlicher Führung bestehen.
1998-2000
Täglich werden ca. 70.000 Fahrzeuge durch die deutschen Servicepartner gewartet und repariert. In diesem Zeitraum fand die Einführung eines einheitlichen Entsorgungssystems für Verpackungen, flüssige Abfälle, Altreifen und Fahrzeugteile. Die ordnungsgemäße Entsorgung der anfallenden Werkstattabfälle kostet etwa 10 Millionen Euro pro Jahr.
2003
Seit dem 1. Januar 2003 besitzt jedes Vertriebszentrum eine Aufgabentrennung in die VZ Service Handelsbetreuung und das VZ Depot. Der logistische Bereich, das VZ Depot, stellt die bewährte Herstellergestützte Versorgung aller Partner mit Original Teilen, Zubehör und Reifen sicher, die VZ Service Handelsbetreuung steht den Servicepartnern von der fachlichen Beratung über konkrete Hilfestellungen bis hin zur aktiven Verkaufsunterstützung zur Seite. Durch die Markenseparierung erfolgte die Trennung der Volkswagen und AUDI Handelsbetreuung im Service. Gleichzeitig entsteht in Wolfsburg mit den Centern TSC, TCC und CCC die zentralisierte Großhandelsstufe.
Am 01.10.2003 wird durch den Zusammenschluss der 11 rechtlich selbstständigen Volkswagen Audi Vertriebszentren in Deutschland die Volkswagen Original Teile Logistik GmbH & Co. KG gegründet . Diese neue Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Baunatal und 11 Niederlassungen in Deutschland.
2005-2007
Das Großprojekt Depotnetzoptimierung Deutschland (DNO-D) wird umgesetzt. Ziel dieses Projekts ist die Optimierung des logistischen Vertriebsnetzes. Es finden Erweiterungen bestehender Niederlassungen, Neubauten und Standortschließungen bis Dezember 2007 statt .
Es erfolgt eine Konsolidierung von 11 auf 7 Standorte. Mit der Umstrukturierung wird auch die Teileversorgung für den Einzelhandel Seat und Škoda deutschlandweit übernommen.
Am 22. Juni 2006 wird das neu gebaute Vertriebszentrum Brandenburg eröffnet. Die OTLG hat nun 62 Gesellschafter inklusive der Volkswagen AG beteiligt, da die EWN Logistikzentrum Brandenburg GmbH & Co. KG als neuer Gesellschafter eingetreten ist.
Am 1. September 2006 wird aus den bisherigen Centern TCC, TSC und CCC der Volkswagen Service Deutschland (VSD) gegründet. Durch diese Umstrukturierung der Servicelandschaft werden Synergien genutzt und die Betreuungsqualität der Partnerbetriebe gesteigert. Die dezentrale Betreuung des Handels erfolgt durch die sieben Serviceregionen des VSD. Die Serviceregionen - ehem. VZ Service Handelsbetreuungen - sind an den folgenden 7 Standorten angesiedelt: Norderstedt, Wedemark, Köln, Ludwigsburg, München, Dieburg und Ludwigsfelde.






